Abnehmen ohne zu hungern

Abnehmen ohne zu hungern

Schon seit Jahrzehnten gibt es immer wieder neue Abnehmtrends und Diäten, die wahre Wunder versprechen und die Kilos purzeln lassen sollen.

Wie ich beobachten konnte, ist der neueste Trend, die Detox-Saft-Kur. Immer mehr Menschen, insbesondere Frauen, die sich einfach mehrere Tage ausschließlich von Säften ernähren und die sogenannten Detox-Saft-Kuren nicht zur Entschlackung ihres Körpers verwenden, sondern mit ihrer Hilfe innerhalb kürzester Zeit sehr viel Gewicht verlieren wollen. Mit anderen Worten: Sie hungern sich schlank.

Aber sind wir uns ehrlich – macht euch das wirklich Spaß und ist es das wert?

Ich persönlich empfinde das Gefühl von Hunger als äußerst unerträglich, deswegen werde ich auch recht anstrengend für meine Mitmenschen, wenn ich hungrig bin. Man könnte sagen, dass ich immer richtig „hangry“ werde (hungry + angry).

Also wird Abnehmen doch mit etwas total Negativem verbunden, wenn ich dauernd hungern muss und es einfach keinen Spaß machen kann, oder?

Generell frage ich mich, warum immer jeder abnehmen möchte? Ich denke, dass heutzutage mitunter der Hauptgrund, schlanke durchtrainierte Social-Media-Stars sind, dessen Idealbild man eben auch entsprechen möchte.

Doch bevor du dich dazu entschließt abzunehmen und das womöglich auch noch durch hungern, teste dich selbst und hinterfrage deine Beweggründe und deine Ziele.

Der Selbsttest

Zuerst stelle dir die Frage, warum du abnehmen willst. Ist es für deine Gesundheit erforderlich? Möchtest du in deiner Beweglichkeit weniger eingeschränkt sein oder hast du dich in letzter Zeit einfach gehen lassen und möchtest wieder dein altes Gewicht zurück haben? Dann ist das natürlich okay.

Hast du dich jedoch zu sehr von Instagram-Profilen, sprich von völlig durchtrainierten und schier perfekten Bloggern à la Tammy Hembrow inspirieren lassen, solltest du das Ganze noch einmal überdenken.

So schön die unterschiedlichen Feeds der Fitness- und Bikinistars auf Instagram sind, sie entsprechen nicht der Wahrheit.

Lektion Nummer 1: Fast alles auf Instagram ist fake

Um mit einem kleinen verständlichen Beispiel zu beginnnen: Jeder von uns kennt doch die wunderschönen und appetitanregenden Fotos der Foodblogger. Eine überquellende Schüssel voller farbenfrohem, frischem Obst und Gemüse hier und eine leckere Smoothiebowl mit den exotischten Früchten da.

Schon hier kann man ganz einfach feststellen, dass das Essen wirklich ausschließlich für das Foto so schön zubereitet wurde, denn um ehrlich zu sein – keiner würde sich morgens so viel Mühe für sein Frühstück geben, um es dann ausschließlich selbst betrachten zu können.

Nach demselben Prinzip werden auch alle anderen Bilder auf Instagram gemacht.

Wir alle kennen doch auch die klassischen Insta-Fitnessbilder – ja klar, sie sehen toll aus. Lange Beine, definierte Muskeln und knackige Hintern. Doch bitte vergesst nicht, dass kein Foto, das auf Instagram gepostet wird, „einfach zufällig“ entstanden ist – selbst wenn es noch so danach aussieht. Hinter jedem Bild stecken dutzende oder sogar hunderte andere Fotos, die aussortiert wurden.

Weiters wird natürlich gerade eben bei Körperfotos gepost was das Zeug hält. Aber ich möchte auf keinen Fall mit dem Finger auf andere zeigen, denn ich selbst gehöre auch zu den Instagram-Poserinnen, weshalb ich auch genau weiß, wovon ich spreche.

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Muskelkater vom Fotoshooting

Nicht selten ist es mir passiert, dass ich nach einem Fotoshooting oder auch nur vom Selfies machen, einen richtigen Muskelkater bekommen habe. Alle Muskeln werden angespannt, dabei sollte der Blick selbstverständlich locker und lässig wirken. Ein starkes Hohlkreuz und ein angewinkeltes Bein betonen den Po.

Sehr viele der Social-Media-Stars und Models greifen jedoch auch zu unfaireren Mitteln. Kaum jemand mit über 100.000 Follwer verwendet nicht Photoshop. Wer sich damit auskennt, kann sich einfach definiertere Muskeln, größere Brüste und einen knackigeren Po zaubern. Das ist bei Weitem sicher nicht alles.

So nehmt ihr euch ein Schönheitsideal zum Vorbild, das unrealistisch ist oder gar nicht exestiert. Ein Ziel, das unerreicht bleibt.

Bei diesem Punkt muss ich noch unbedingt auf etwas hinweisen. Es gibt viele erfolgreiche Accounts von Mädchen, die schlicht und einfach magersüchtig sind. Allen voran Alexis Ren. Bitte nehmt euch solche Körper nicht zum Vorbild.

Auch wenn sich die Meinungen über den Kardashian-Clan teilen, haben sie uns mit ihrer Message endlich wieder daran erinnert, dass Kurven etwas schönes sind.

Lektion 2: Die Waage lügt

Dein Gewicht sagt nichts über deine Figur aus. Du kannst mit z.B. 60kg total durchtrainiert sein, aber eben auch ein kleines Speckröllchen haben. Wenig Gewicht bedeutet außerdem nicht, dass es gut aussieht. Sobald man Sport betreibt und Muskeln aufbaut, sieht man mit fünf bis zehn Kilo mehr gleich viel besser aus. Womit wir auch schon zum wichtigsten Teil dieses Blogposts kommen.

Lektion 3: Sport ist besser als jede Diät

Ich muss euch leider enttäuschen, wenn ihr glaubt, durch sämtliche Diäten zu eurem Traumbody zu gelangen. Wirklichen und schnellen Erfolg werdet ihr nur mit Sport erzielen.

Versucht Sport einfach in euren Alltag einzubauen.

Mit Sport kannst du einerseits Fett reduzieren und andererseits an Muskelmasse zunehmen.

Diejenigen, die Fett reduzieren wollen, müssen wissen, dass man für die Körperfettreduktion, also den Vorgang der Fett im Körper abbaut, ein Kaloriendefizit benötigt. Das bedeutet, dass man seinen Körper weniger Kalorien zuführt, als er tatsächlich verbraucht. Wenn man nun dem Körper weniger Energie zuführt, um das Kaloriendefizit zu erreichen, muss unser Körper die Energie, die er benötigt, von einer anderen Quelle beziehen, das heißt, er verbrennt Fett.
Zusätzliche Bewegung in Form von Cardio- oder Kraftsport beschleunigt das Ganze natürlich und ist auf jeden Fall ratsam. Man kann beispielsweise die Hälfte der Kalorien, die man verringern möchte, durch Sport verbrennen und den Rest durch Ernährung einsparen. Somit verringert man den Input und vergrößert den Output.

Sport in den Alltag einbauen

Das Wichtigste ist, dass ihr Sport zu eurer Routine macht und er damit fixer Bestandteil eures Alltags wird. Denn nur, wenn ihr regelmäßig Sport betreibt, könnt ihr auch schnell Erfolge und Veränderungen festestellen.

Besonders empfehlenswert ist es, sich in einem Fitnessstudio anzumelden. Auch das kann oft als Antrieb wirken, Sport zu machen. Wer möchte schon für etwas bezahlen, das er nicht nutzt.

Anfangs kommt es natürlich vor, dass ihr euch noch etwas dazu überwinden müsst, euch tatsächlich in eure Sportkleidung zu werfen und loszulegen. Sobald ihr aber die ersten Veränderungen an euren Körper feststellen könnt, werdet ihr immer mehr Spaß am Sport finden und damit gegebenfalls auch am Abnehmen.

Ausdauertraining in Maßen

Möchtest du unbedingt an Gewicht verlieren, musst du dich wohl mit Ausdauertraining anfreunden.

Auf dem Laufband, Crosstrainer und Fahrrad wirst du die meisten Kalorien verbrennen. Jedoch bitte aufpassen! Regelmäßig sehe ich Mädels und Burschen stundenlang auf dem Crosstrainer & Co. und sie sehen dabei einfach nur abgemagert und unglücklich aus. Wer es mit Cardio-Training übertreibt und auch noch wenig isst, wird sehr schnell zunehmen, wenn er dieses Sportpensum einmal nicht mehr erfüllen kann.

Krafttraining

Um euren Körper aber richtig in Form zu bekommen, solltet ihr auf Krafttraining setzen und damit eure Muskeln definieren. Der Aufbau von Muskulatur lässt euch nicht nur besser aussehen, ihr könnt auch mehr essen ohne zuzunehmen.

Um mit Krafttraining Erfolge verzeichnen zu können, muss man nachstehende Grundprinzipien befolgen:

Intensität – Muskeln werdet ihr nur dann richtig aufbauen, wenn ihr eure Reizschwelle jedes Mal überschreitet.

Spezifikation – Trainiere jene Muskel, die für dich relevant sind.

Progression – Nur wer die Trainingsbelastung regelmäßig erhöht, wird permanent Veränderungen feststellen.

Vegane Proteine

Mit Krafttraining allein ist es allerdings nicht getan. Für einen effektiven Muskelaufbau muss auch die Ernährung stimmen. Um zu wachsen, brauchen deine Muskeln die richtigen Nährstoffe. Die wichtigsten Baustoffe für ein Muskelwachstum sind Eiweiße – oder eben auch Proteine genannt.

Proteine lassen deine Muskelfasern nach einem harten Workout in die Breite gehen.

Das Problem ist aber, dass unser Körper zwar über Fett- und Kohlenhydratedepots verfügt, jedoch über keinen Speicher für Eiweiß. Wenn wir uns also weniger Proteine zuführen als wir eigentlich verbrauchen, wird unsere Muskulatur angegriffen oder sogar abgebaut. Deswegen solltest du ca. 1,5g bis 2g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht zu dir nehmen.

Da du diese Menge an Eiweiß höchstwahrscheinlich nicht durch deine normale Ernährung zu dir nimmst, ist es empfehlenswert, Proteinshakes zu trinken.

Jeder, der schon verschiedene vegane Proteinshakes probiert hat, weiß, dass diese oft geschmacklich nicht gerade der Hit sind. Auch von der Konsistenz her, sind die meisten eher mehlig und oder klumpig. Da macht es als Veganer natürlich etwas weniger Spaß, genügend Proteine zu sich zu nehmen.

Ich habe aber gute Nachrichten für euch! Nach langem Testen von sämtlichen veganen Proteinpulvern, habe ich endlich das perfekte für mich gefunden.

Ich verwende ausschließlich die Proteinshakes von Nutri-Plus Germany. Sie sind geschmacklich und von der Konsistenz her unübertrefflich. Ich trinke meine Shakes immer mit Pflanzenmilch, meist Sojamilch, wodurch sie auch wunderbar cremig werden.

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Mein absoluter Favorit ist der Shape&Shake in den Sorten Vanille, Schokolade und Haselnuss.

Entspann dich – es soll Spaß machen!

Vergesst nicht, dass Sport euer Hobby sein soll. Das Ziel ist es, dass ihr euch in eurem Körper wohlfühlt und glücklich seid. Das werdet ihr nicht erreichen, wenn ihr dauernd am Kalorienzählen seid und auf Essen verzichtet oder eure gesamte Freizeit im Fitnessstudio verbringt.

Es ist auch nicht schlimm, wenn ihr einmal ein Training ausfallen lässt oder es verschiebt. Das wird eurem Körper nicht schaden und ihr nehmt auch nicht gleich zu. Es ist die Ausstrahlung und der Charakter, die einen Menschen besonders macht und nicht ihr Körper.

3 Kommentare zu „Abnehmen ohne zu hungern“

  1. Hallo,
    schön dass du das Thema ansprichst. Leider sind wir alle, ob Mann oder Frau, von den Schönheitsidealen beeinflusst, da sie unsere Gesellschaft prägen. Wir müssen lernen unseren Körper genauso zu akzeptieren, wie er nun mal ist. Denn ich denke, dass viele Instagram Fotos nicht die Wahrheit zeigen, sondern nur die schönen Seiten betont werden.
    Wenn man etwas von Grund auf ändern möchte, weil man sich nicht wohl fühlt, auf jedenfall. Aber nicht um den Willen eines geschönten Idealbildes, was man eh nie erreichen kann.

    Liebe Grüße,
    Janka von Löwenherz Vegan ❤

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